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DIE ZUKUNFT DER MOBILITÄT

Autor: Florian Jürgs

 

WO BLEIBT DIE LEIDENSCHAFT?

Wie werden – oder noch viel wichtiger, wie wollen wir in Zukunft leben? Unsere Welt erlebt eine radikale Transformation, ein tief greifender Wandel in allen Lebensbereichen hat längst begonnen. Neue digitale Produkte und Technologien. Neue Dienstleistungen. Neue Formen von Mobilität und Geschäftsmodellen, verändern die Art wie wir uns in Zukunft (fort-)bewegen. Zukünftige Mobilitätskonzepte gestalten sich komplexer und vielseitiger und sind längst nicht mehr auf das reine Fahren von A nach B beschränkt. Wird die Welt nun mit einer unglaublichen Geschwindigkeit immer besser? Die Kultivierung neuer Mobilitätskonzepte verspricht in erster Linie Positives: Weniger parkende Autos. Leise, saubere Städte. Keine Staus. Keine Unfälle. Und ein vollvernetztes, intelligentes Umfeld, in dem unsere Wohnungen wohl bald klüger sind als wir selbst. Mobilität-Flatrates ersetzen das eigene Auto. Aber bleibt da nicht das auf der Strecke, was man früher „die Liebe zum Automobil“ nannte? Das Gefühl von Freiheit, hinter dem Steuer zu sitzen, den Motor zu starten und spontan zu bestimmen, wohin man fährt? Die Leidenschaft? Die Boston Consulting Group prognostiziert, dass allein in den USA bis 2030 mindestens fünf Millionen herkömmliche Fahrzeuge durch Automatisierte ersetzt werden. Wer haftet, wenn selbstfahrende Autos Unfälle verursachen, ist bisher nicht geklärt. Bin ich als Fahrer noch verantwortlich sobald die KI das Steuer übernimmt? Versicherer und Hersteller suchen nach Antworten, ob eine Lösung gefunden wird ist fraglich. Bleibt es deshalb vielleicht nur eine groß gedachte Idee, die in der Realität nur auf beschränkten Strecken Anwendung finden wird? Ist die Zukunft der Mobilität aufregend, aber nicht mehr Lust erregend? Verliert man gar ein Stück der eigenen Identität? Die ja heute, sich so abgrenzend von anderen, nach außen durch die Wahl der Automarke bestimmt wird?

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