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DIE 5 KERNFRAGEN EMOTIONALER MARKENKOMMUNIKATION

Autor: Lars Debbert

 

MEHR MUT!

Ein Markenmodell ist deskriptiv und damit abstrakt. Das ist das Gegenteil von Erlebnis, welches immer direkt und konkret ist. Hier steckt die Herausforderung der Erlebbarmachung einer Marke: Ein theoretisches, wirtschaftliches Konstrukt muss eine Persönlichkeit entfalten, um stark und relevant am Markt aufzutreten.

Die Umwelt soll die Marke passend zu den Produkten und Dienstleistungen, welche diese hervorbringt, erleben, erlesen und erfahren. Dazu braucht es Mut. Mut, die meist interpretationsoffenen beschreibenden Begriffe einer Marke wie z. B. Faszination, Präzision, Innovation etc. konkret und eindeutig werden zu lassen. Eine Übersetzung von theoretisch zu real.

Das Übersetzungsprogramm dahinter ist folglich nicht ganz einfach, da es aus einem freien Assoziationsraum ein konkretes Erlebnis ableiten muss.

Was sind also die elementaren Fragen der Markenentwicklung und Markenführung. Hier gilt es, sich stärker denn je in das Publikum hineinzuversetzen und sich aus der Sicht des Konsumenten die relevanten Fragen zu stellen:

+ Glaube ich das?

Der aufgeklärte Konsument wird in jedem Fall nachprüfen und nachfragen.

+ Ist das wichtig für mich?

In der Zeit der Reizüberflutung durch die Omnipräsenz von Inhalten, Informationen und Kommunikation sind die Kategorien der Menschen zwischen wichtig und unwichtig in ihren unterschiedlichen Lebensentwürfen extrem differenziert.

+ Passiert das in meiner Lebenswelt?

Die Lebenswelten werden vielschichtiger und fraktaler. Marken und ihre Dienstleistungen und Produkte müssen in diese Welten passen.

+ Möchte ich davon berichten?

Wir leben in einer Welt, in der Erlebnisse die neue Währung sind. Hier sollte das Erlebnis mit den digitalen und den realen Freunden teilbar sein.

+ Hat es mich berührt?

Bin ich emotional angesprochen? Hat es mir Freude bereitet oder ein gutes Gefühl ausgelöst? Emotionen sind der Schlüssel zu Entscheidung und Treue.

Also Mut zu klaren Entscheidungen – auch mit Ecken und Kanten. Nur was emotional berührt und eine klare Haltung hat, ist auch relevant!

Foto: © Shutterstock.com

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